Namen vor Gericht

Eltern, deren Namenswahl vor dem Standesamt abgelehnt wurde, obwohl die Beamten in der Regel ihre Spielräume großzügig auslegen, haben die Möglichkeit, ihren Wunschnamen vor Gericht zu erstreiten. Nicht immer mit Erfolg. Hier ein paar Beispiele:

Vorname und
Geschlecht des Kindes
zulässig Begründung
nicht zulässig
 
Borussia (w) nicht zulässig Assoziation zum Fußballverein
Bavaria (w) zulässig Zulässiger Phantasiename
Che (m) nicht zulässig Ausruf, Idolname
Pumuckl (m) zulässig  
Jan-Marius-Severin (m) nicht zulässig Mehr als ein Bindestrich unzulässig
Moewe(w) nicht zulässig Tiername mit auch negativen Assoziationen
Momo (w) zulässig Romanvorbild wird positiv assoziiert
Navajo (m) nicht zulässig Indianische Stammesbezeichnung
Samandu (m) zulässig Zulässiger Phantasiename
Tom Tom (m) nicht zulässig Unzulässige Namensverdoppelung
Winnetou (m) zulässig  
Woodstock (w) nicht zulässig Orts- und Idolname